Schlechte Karten für gehbehinderte Menschen, wenn sie das Rathaus Schöneberg aufsuchen wollen

Menschen die keine Treppen steigen können, die haben zurzeit keine Möglichkeit in das Foyer und in den ersten Stock zu gelangen. Bürgeramt oder Sitzungssäle bleiben für sie unerreichbar. Grund ist der Ausfall des Fahrstuhls. Eine Situation die es schon seit Monaten gibt. Eine Situation die Rot-Rot-Grün (R2G) so beibehalten will.

Aber nicht mit uns!

„Damit werden Menschen mit Behinderung an der Ausübung ihrer demokratischen Rechte gehindert“, merkten im November die FDP-Verordnete Dagmar Lipper an und reichten einen Antrag zur Überwindung baulicher Barrieren ein. Viele Ausschusssitzungen der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und auch die Zusammenkunft des Beirats für Menschen mit Behinderungen tagten im ersten Obergeschoss des Verwaltungsgebäudes, so die die Freidemokratin.

Dass R2G die Notwenigkeit nicht erkannt hat, zeigt der Umgang mit unserem Antrag. Der Antrag wurde zunächst in den Ausschuss für Facility Management überwiesen, statt zuzustimmen und schnellstens umzusetzen. Der Ausschuss empfahl der BVV, ihm zu folgen. Die Bezirksverordneten stimmten in ihrer Sitzung vor Weihnachten zu. Nun muss das Bezirksamt innerhalb von vier Wochen der BVV einen verbindlichen Zeitplan vorlegen, damit die betroffenen Bereiche im Rathaus zügig barrierefrei gemacht werden können.

Auf dem Arbeitsplan stehen Reparatur oder Ersatz des Treppenaufzugs im Foyer, der Einbau einer Öffnungsautomatik an den Gangtüren im ersten Obergeschoss sowie die Instandsetzung der Behinderten-Toilette im ersten Obergeschoss.