Reichspogromnacht - Gegen das Vergessen

Gegen das Vergessen stehen die vielen Stolpersteine im Berliner Stadtbild. Stolpersteine, die an Menschen erinnern, die auf Grund ihres jüdischen Glaubens von den Nazis verfolgt und getötet wurden.
Am 09.November 1938 zündeten die Nationalsozialisten deutschlandweit über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume an. Sie plünderten und zerstörten Wohnungen, Geschäfte und jüdische Friedhöfe. Der 9. November geht als Reichspogromnacht in die dunkle Geschichte Deutschlands ein und markiert den Beginn der systematischen Vernichtung jüdischen Lebens in Europa.
Auch in Schöneberg gab es eine pulsierende jüdische Gemeinde. Viele Geschäfte, Schneidereien und Ateliers waren in der Hand jüdischer Mitbürger. Die Holocaustüberlebende Margot Friedlander hat mit ihrer Familie im Schöneberger Norden gelebt. In der Eisenacher Straße arbeitete die junge Margot in einem Schneideratelier. In Schöneberg fand sie einen Unterschlupf, wo sie die systematische Rassenverfolgung der Nationalsozialisten überlebte. Nach dem Krieg ging sie in die USA. Mittlerweile lebt Margot Friedlander wieder in Berlin. Mit ihren Erzählungen erinnert sie junge Menschen an eine Zeit, die wir nie vergessen dürfen. Eine Zeit, die wir nie wiederholen dürfen.
Margot Friedlander gehört zu den ca. 9000 Berliner Juden, die die Shoa überlebt haben. 55.000 Berliner Juden haben es nicht überlebt. Die Stolpersteine erinnern an diese vielen Mitbürger.
Uns Freien Demokraten macht es sprachlos, dass in den letzten Wochen immer wieder Stolpersteine aus dem Boden entwendet wurden. Wir Freie Demokraten sagen den Tätern ganz klar: in unserer Gesellschaft hat rechter Hass und Antisemitismus keinen Platz. Wir stehen zu unseren jüdischen Mitbürgern und zum jüdischen Leben in Berlin.