Dreikönigstreffen der FDP Schöneberg
Der Ortsverbands-Vorsitzende der FDP Schöneberg, Rechtsanwalt Mirco Dragowski, lud gestern zum traditionellen Dreikönigstreffen der Liberalen ein.
Am Dürerplatz in Friedenau traf man sich. Mirco Dragowski konnte unter den zahlreichen Gästen auch den FDP-Bundestagsabgeordneten Holger Krestel, der zugleich Bezirksvorsitzender der FDP Tempelhof-Schöneberg ist, sowie den Bezirksvorsitzenden von Neukölln, Dr. Sebastian Kluckert, begrüßen. Mirco Dragowski berichtete auch vom „großen“ Dreikönigstreffen seiner Partei in Stuttgart. Der liberale Ortsverbands-Vorsitzende nahm bis zum frühen Nachmittag noch an dem Stuttgarter Treffen teil und berichtete von „beeindruckenden Emotionen, die man spüren konnte. Die Stimmung war sehr gut.“
Dr. Sebastian Kluckert wünschte den Anwesenden „bei allen beruflichen und privaten Vorhaben Erfolg, Glück, gesundheitliches Wohlergehen.“ Zudem dankte er allen Parteifreunden für den Einsatz im Wahlkampf.
Der Neuköllner warf die Frage auf: „Warum sollen wir Liberalen weiter kämpfen? Lohnt sich das überhaupt noch?“ Er beantwortete seine aufgeworfene Frage selber wie folgt: „Bei der Bundestagswahl 2013 geht es um das Überleben der liberalen Sache. Wir liberalen repräsentieren die Mitte der Gesellschaft. Unsere liberalen Wurzeln gehen bis ins 19 Jahrhundert zu den Freiheitsbewegungen zurück.“
Unmissverständlich machte er klar: „Verschwindet die FDP, verschwindet eine Strömung.“
Der FDP-Bundestagsabgeordnete Holger Krestel teilte den Zuhörern mit: „Seit 25 Jahren bin ich Mitglied der FDP. Ich kann mich noch sehr gut an die Situation und den Zustand unserer Partei in der 2. Hälfte der 90er Jahre erinnern. Da kamen der Gerhard und der Joschka.“ Damals meinten sogenannten politische Beobachter, die Zeit der FDP sei endgültig abgelaufen. Einen Herrn Gerhard Schröder und einen Herrn Josef „Joschka“ Fischer kenne man heute nicht mehr als aktive Politiker, die FDP ist aber immer noch vorhanden und gut aufgestellt. Der Volksvertreter Krestel geht fest davon aus, dass die Liberalen 2013 den Einzug in den Deutschen Bundestag schaffen werden und „das sogar mit einem sehr respektablen Ergebnis.“
Landtagswahlen seien immer „Denkzettelwahlen. Bundestagswahlen sind keine Denkzettelwahlen“, so die Begründung des Parlamentariers. Der Wähler könne das sehr gut unterscheiden. Der Wähler wisse auch, dass die FDP immer die Partei gewesen ist und bleibt, die fest in der Mitte verankert ist. Bei den Koalitionen auf Bundesebene unter Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) beispielsweise und Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) haben die Liberalen dafür Sorge getragen, dass die eine Partei nicht zu sehr nach Links und die andere nicht zu sehr nach Rechts ausgeschert ist.
Auch Mirco Dragowski ist frohen Mutes, was die Zukunft seiner Partei angeht. Unter großem Beifall der Anwesenden sagte er: „Als Liberaler ist man von Haus aus Optimist.“
VTN
Quelle: "Berliner-Blatt"
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